Montag, 27. August 2012

Reise durch Canada/USA nach Parelliland

Seit zwei Wochen bin ich nun schon im Parelli Center in Pagosa Springs, Colorado.
Cardinal Trailer im Jasper National Park Sunset
Unsere Reise hierhin war ein echtes Abenteuer mit lustigen Erlebnissen: Los ging es am ersten Reisetag mittags. Buddy, Joanna, JD (Buddys Sohn), Rum und ich starteten mit Track & Trailer Richtung Edmonton. Mit dabei natürlich unsere drei Pferde Sister, Calico und Charisma. Wir fuhren durch den Jasper Nationalpark und konnten dabei einige Elche, Bären und Steinböcke erspähen. Am späteren Nachmittag kamen wir am Edmonton Flughafen an, wo wir von Rum Abschied nahmen. Er ist nun wieder zu Hause in Dänemark.

Für den Rest von uns ging die Reise für heute noch ca. eine Stunde weiter. Im neugebauten Springstall „Horse in Hand“, welcher eine Kursanlage von Devanee Cardinal ist, durften wir unsere erste Nach verbringe. Da rundherum gewaltige Gewitter mit spektakulären Blitzen tobten, bekam unsere Pferde eine Regendecke für die Nacht und wir hatten die Erlaubnis statt in unseren mitgebrachten Zelten, in der Kaffeestube der Anlage zu übernachten.
Früh am nächsten Morgen ging unser Abenteuer dann weiter Richtung Grenze. Da unser Ziel war früh genug bei der Grenze anzukommen, fuhren wir ziemlich durch. An der Grenze wurde ich dann speziel unter die Lupe genommen. Schliesslich waren alle anderen Kanadier und hatten easy Eintritt in die USA – nur ich musste sogar Fingerabdrücke geben. Da kommt man sich fast ein bisschen wie ein Verbrecher vor :-). Nachdem die Grenzwächter dann auch mit den Gesundheitszeugnissen der Pferde zufrieden waren und ein Tierarzt die Identität der Tiere bestätigt hatte, durften wir endlich den Boden von Montana befahren.

Landschaftlich war die Reise super. Das Wetter war meist strahlender Sonnenschein mit bis zu 35°C. Wir versuchten früh los zu fahren, so dass wir während der grössten Hitze des Tages eine Pause für die Pferde einlegen und dann am Nachmittag wieder weiter fahren konnten.

Einmal legten wir kurz eine Pause ein zum Abendessen und Ice Cream kaufen ein. Als wir zurück zum Auto kommen: Wer hat den Schlüssel? Alle vier von uns drückten unsere Nasen an die Autoscheibe; Super der Schlüssel steckt und der Track ist geschlossen. Jetzt kann man entweder heulen oder einfach lachen und das Ice geniessen :-). Schliesslich nimmt man einen Carott Stick (Horsemanship Equipment) aus dem Anhänger und knackt damit das Auto.:-) (Zum Glück sind Buddy und Sohn JD ja so gute Autokenner :-) - jetzt habe ich zumindest schon wieder etwas nützliches gelernt und der Carrot Stick hat den TÜV-Test bestanden :-)).
Jetzt weiss ich mein neuer Nebenverdienst - Autos klauen mit Carrot Stick :-)

Angekommen auf einer Ranch, wo wir unsere zweite Nacht verbringen würden, versorgten wir zuerst unsere treuen vierbeinigen Freunde in ihr Nachtquartier und kümmerten uns dann um unseres. Zelten war für dies Nacht angesagt: Also da hatte es doch tatsächlich eine super schöne, grüne, flauschige Wiese, gerade neben dem Ranchhaus. So beschlossen wir unsere Zelte auf diesem komfortablen Fleckchen aufzubauen. Weil der Sternenhimmel so schön war und das erste Mal seit Canada weit und breit keine Mücken zu spüren waren, beschloss ich draussen unter den Sternen zu schlafen. Gerade als ich mich so schön in meinen Schlafsack eingekuschelt habe, Buddy und JD und auch Joanna ihre Zelte bezogen haben, hörten wir ein „Tschschh“ – „Oh sh.. Sprinkler!!“ Wie aus dem nichts tauchten diese lästigen Spritzer in einem Teil des Rasen auf. - Schon, klar war der dieses Fleckchen so schön grün und weich! :-) Schnell packten wir alle aufgescheucht unsere Zelte und verschoben sie in den anderen Teil des Gartens, wo keine Sprinkler spritzen. Mhh, endlich schlafen – ich habe mich dann doch auch ins Zelt zogen. Gerade so schön nach einer Stunde am Einschlafen: „Tschschh“. - Oh nein, die nächste Runde Sprinkler. Joanna und ich hatten gerade einen im Vorzelt . Jetzt hatten wir aber echt genug von nassen Pyjamas :-). Joanna und ich verzogen uns in den Track zum Schlafen. Da dies für mich aber echt zu unbequem war, verzog ich mich mit meiner Decke in den Pferdehänger.

Wer sieht den Sprinkler? :-)

Am nächsten Tag ging es dann mehr oder weniger ausgeruht :-) weiter durch Idaho nach Utah.


Wir waren schon ziemlich spät dran und suchten den nächsten Rodeoground für uns zum Übernachten. Als wir jedoch dort ankamen, hatten die gerade volles Rodeo am laufen – also keinen Platz für uns. So fuhren wir zur nächsten Tankstelle, flössten uns erneut Kaffee ein und fuhren weiter. Nach ca. einer Stunde fanden wir zum Glück einen nächsten Rodeoground – dieser war leer. Unsere Pferde schön in den Padocks versogt und unsere Zelte auf dem ziemlich harten Boden zwischen Padock und Trailer aufgebaut, endlich schlafen. Aber nein: Die Erde vibriert, ein Licht kommt und es hornt ganz laut! - Ein Zug, fährt gerade hinter der Schutzwand bei den Padocks durch. Arme Pferde. Nach dem die Züge dann jede halbe Stunde hornend durch fuhren, waren sie und bestimmt auch wir, desensibilisiert :-).
Zug-Desensibilisierungs-Nachtpadock :-)
Am vierten und letzten Tag unserer Reise hatten wir dann kein so grosses Stück mehr. Bald schon kamen wir auf Carol und Lynn’s Place an. Ein grosses Grundstück mit einem wunderschönen Blockhaus und einem schönen kleinen Offenstall, ca. eine Mile vom Parellicenter entfernt. Unsere Pferde waren froh, endlich wieder eine schöne grosse Wiese betreten zu dürfen und Joanna und ich wurden eingeladen, statt im Zelt, im Haus zu übernachten – juhuii ein echtes Bett.



Carol & Lynn Stuart's Home

Carol und Lynn sind sehr herzliche Leute und so genossen Joanna, ich und die Pferde drei entspannende Tage bevor wir Einzug ins Parellicenter hatten.
Währen Buddy und Sohn JD bereits ins Center gingen, um dort Devanee zu treffen und ein paar Tage mit ihr zu verbringen, erkundeten Jo und ich die nähere Umgebung.
Nach diesen Relax-Tagen inklusiv gutem Schlaf in einem schönen Bett ohne Sprinkler und Zug, waren wir dann am Montag ready für den Einzug ins Parelliland.
Unsere Pferde geniessen den Weidegang nach der langen Reise
Out West Saddle Shop - Joanna and mine Shopping Trip :-)















Big thank you Buddy, who drove us all the way down!
And a big thank you to Carol and Lynn Stuart for the nice and friendly hospitality on their place!

1 Kommentar:

  1. Hey das sind wunderschöne Bilder! Und dein Blog ist sehr Interessant. Ich freu mich dich im Herbst kennen zu lernen.
    Liebe Grüsse Flurina

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