Samstag, 10. März 2012

Mein letzter Monat auf der Ranch

Nachdem die Familie aus den Ferien zurückgekommen war, gab es wieder etwas mehr Leben auf dem Hof. Mein  Tagesablauf blieb jedoch relativ gleich:

Also da kann niemand sagen in hätte nicht gut auf den Garten aufgepasst:
Riesengurke mmhh :-))

Einäugige Delta
Morgens durfte ich Horsemanship machen, wobei ich angefangen hatte Hank und Bella fürs Reiten vorzubereiten: Aufliegen, Passagier-Reiten im Rounpen und Satteln. Nachmittags erledigte ich wieder diverse Farmarbeiten.










Hank erstes Mal wieder mit Sattel
In der letzten Januarwoche wollte sich David dann Zeit nehmen, um mit mir die Pferde anfangen zu reiten. Da es jedoch wieder geregnet hatte und der Boden auf der Farm somit nicht geeignet war, haben wir alle Pferde verladen und sind zu einem Campdrafting-Platz (Reitanlage) ganz in der Nähe gefahren.
Dort war der Boden sehr gut und ein Teil war sogar überdacht. Wir konnten die Pferdeauf der Anlage laufen lassen und sind jeden Tag zum Reiten gekommen.
David hat mich mit Bella, Hank und Georgie geteached und gleichzeitig drei "seiner" Pferde wieder angefangen zu Reiten.
Diese Woche war für mich sehr interessant. Einerseits lernte ich einiges von Davids Teaching und andererseits konnte ich sehr viel beobachten, wenn ich ihm nur zusah.


"Mein" Cattle-Partner

Ende Woche nahmen wir die Pferde schliesslich wieder nach Hause und ich konnte auf der Farm weiterreiten.














Mitte Februar war dann soweit: Ich durfte einmal ein echtes Cowgirl sein. David, Vivian und ich trieben zu Pferd eine Cattle-Herde von der Weide zur Farm. Ich ritt Hank, der zwar inzwischen gut zu reiten, jedoch immer noch ein "Jungpferd" war. Gar nicht so einfach :-)). Auch David ritt ein "grünes" Pferd und Vivian sass das erste Mal seit langem wieder im Sattel. So dauerte es etwas, bis wir uns eingespielt hatten und ich gelernt hatte, wie man Cattles bewegegt.
Schlussendlich hatten wir dann aber doch alle Cattles im Padock auf der Farm. :-)

Jetzt ging es darum die Cattles zu wiegen und nach Gewicht zu sortieren - eine ziemlich aufregende Sache. Dafür mussten die Cattles durch einen langen Cattle-Gang gehen und dann einzeln kurz in einem "Stand" still stehen. Da merkte ich richtig, wie wild diese Tiere eigentlich waren und wie viel Kraft wirklich in ihnen steckt. Das Eine oder Andere versuchte vorwärts und rückwärts aus dem Ständer zu drücken. Wenn David dann den Stand öffnete, schoss eine geballte Ladung wildes Tier heraus. Da war es besser, wenn man sich hütete im Weg zu stehen :-)).

Cattle-Gang
Nachdem alle Cattles durch waren, stand fest, dass sieben Tiere genug Gewicht erreicht hatten und David sie am nächsten Morgen zum Feedlot (Schlachtbetrieb) bringen würde. Den Rest würden wir auf eine andere Weide treiben.

Der nächste Morgen kam und ?? - alle Cattles waren wieder zusammen. Irgendwie haben die wahrscheindlich so am Tor gekratzt und gedrückt, dass es auf ging. Jedenfalls standen jetzt alle wieder friedlich miteinander im grossen Padock. David entschied also nochmals alle Tiere auf die Weide zu lassen und in ca. zwei Woche wieder rein zu holen - dann sollten mehrere Tiere das Gewicht erreicht haben und der Transport würde sich mehr lohnen.

David beim Wiegen
 So sattelten wir also wieder unsere treuen Partner und trieben die Cattles auf eine neue Weide. Dieses Mal kalppte es schon etwas besser mit dem Cowgirl sein. :-))

Da sich in der Schweiz die Möglichkeit von verschiedenen Horsemanship-Projekten breits im März ergab und ich gerne vor Kanada im Mai,etwas länger Zuhause wäre, habe ich mich entschlossen, Australien einen Monat früher zu verlassen.






Herzlichen Dank an David Grace und seine Familie für die lehrreiche Zeit in Downunder! Und vielen Dank auch an Hank, Bella, Georgie, Delta und Digger, die mich in meinem Horsemanship wieder einen kleinen Schritt weitergeführt haben!

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