Donnerstag, 30. Juni 2011

Unterwegs abroad - Deutschland & Frankreich

Mein Auslandaufenthalt startete mit einem L2 Beginner Kurs in Buchenbach (D). Mit dabei hatten wir die beiden Horsys Rose und Turbo. Rose wollte ich für mein Horsemanship mitnehmen und Freiberger Turbo (mein Projektpferd) sollte nach seinem Restart wieder mit der Besitzerin vereint werden.
So konnte ich morgens vor dem Kurs jeweils mit Rose und Turbo etwas machen und während des Kurses weiter lernen und als Urs' Unterstützung agieren.


Besonders interessant war für mich dieses Mal die Zusammenführung von Turbo und seiner Besitzerin. Es ist schön zu sehen, wie ein Mensch seine Ängste langsam verliert und plötzlich wieder Vertrauen in sein Pferd fasst, weil er merkt, dass es inzwischen anderes gelernt hat. Auch finde ich es immer wieder schön zu beobachten, wie tolerant die Pferde mit uns Menschen sind und versuchen das Beste aus unserer, manchmal unlesbaren Kommunikation zu mache.


Nach dem Kurs liessen Urs und ich, Rose und Turbo auf dem Erlenhof Ferien machen. Ohne Pferde machten wir einen Abstecher nach Frankreich und besuchten Silvia Furrer in ihrem Horsemanship-Zenter "Château de la Beaume" in der Auvergne. (www.equitationnaturelle.com)
Silvia war die erste Schülerin von Pad Parelli und brachte ihn damals nach Europa. Vor knapp 20 Jahren erfüllte sie sich dann ihren Traum vom eigenen Horsemanshi-Zenter und lebt seither in Frankreich und bietet Horsmanship-Kurse an.

Als wir sie besuchten, fand auf "La Beaume" gerade einen Kurs mit dem australischen, ehemaligen Parelli Instruktor Ken Faulkner statt. Ken gründete nach seinem Austritt bei Parelli ebenfalls eine eigene Horsemanship Schule in Australien. (www.australiannaturalhorsemanship.com)
Zwei Tage durfte ich also wieder bei einem Horsemanship Trainer zusehen und einiges in Sache Natürliche Reitdynamik& Finess lernen.













Allgemein genoss ich die Zeit auf La Beaum sehr. Die Anlage und deren Umgebung ist wunderschön - ein Paradis...




Aber auch die Zeit ging vorbei und so fuhren wir langsam wieder Richtung Horsys. Bevor wir aber wieder nach Deutschland einfuhren, machten wir noch einen Stop bei Uschi Korner, einer Studentin von Urs und ihrem Mann im Burgund.
Auch sie haben damals beschlossen ihr eigenes "Plätzchen" in Frankreich aufzubauen und leben heute glücklich mit Pferden und Hund an einem schönen Ort. Uschi's Mann arbeitet als Schreiner und sie unterstützt ihn dabei.
Urs und ich druften bei ihnen Übernachten und am nächsten Morgen konnte ich mit Uschi und ihre Pferden noch einen kleinen Ausritt geniessen. Danke Uschi!

Danach war wirklich Ende Frankreichtrip und wir fuhren wieder nach Buchenbach, um Turbo und Rose abzuholen. Mit den beiden Horsys im Schlepptau gings also weiter Richtung NorgenOsten - Beimerstetten (D).
Auf dem Hof von Carmer Moll und Familie (www.camazo-qh.de) fanden ein L1 Mini Camp und anschliessend zwei Workshop-Tage statt.
Während dieser Zeit assistierten die zwei Studentenkolleginen Nicole Kuderer und Tamara Kubis Urs beim Kurs. Diese beiden jungen Frauen verfolgen wie ich das Ziel, die Profilinie von HETS zu absolvieren. Und zu unserer Ausbildung gehört Kursassistenz bei verschieden Kursen dazu.

Während der Woche in Beimerstetten half Urs Carmen auch noch bei der Ausbildung, fast Restart eines "Problemjungpferdes" und ich durfte wieder einiges zu Pferdetraining lernen. Die hübsche Quarter Stute war sehr schnell in ihren natürlichen Instinkten drin und unglaublich schwer zu lesen. Für mich war es sehr lehrreich, beim Training eines solchen Pferdes dabei zu sein und ich konnte wieder viel profitieren.




Am Samstagabend 12. Juni veranstalteten Carmen zusammen mit Urs wieder eine Demo zum Thema Natural Horsemanship und Western Reiten. Kurz vor der Demo meinte Urs zu mir, er mache dann die Theorie-Einführung und ich könne danach gleich den praktischen Teil zeigen. "...Wie bitte? Ich? Nein! Ich bin doch gar nicht vorbereitet und... Ok, wäre ich vorbereitet wäre ich wahrscheinlich auch nicht besser - nur nervöser.. Ach, ich zeig denen einfach was ich immer mache, was für mich beim Umgang mit Pferden normal geworden ist." Ich muss zugeben Präsentation war schon in der Schule keine von meinen Stärken und so bin ich noch immer ziemlich nervös, sobald ich vor vielen Leuten reden muss. Aber tja, Übung macht den Meister und so habe ich also den praktische Teil mit Fribi Turbo zusammen gezeit. Und ich glaube fürs erste Mal war es gar nicht so schlecht. :-))

So schnell ging auch diese Woche in Beimerstetten wieder vorbei und wir vier (zwei Pferde, zwei Menschen) machten uns wieder auf nach Hause in die Schweiz.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen