Montag, 22. November 2010

Weiterbildung

Zwischen den HETS-Kursen hatte ich die Gelegeheit, mich „auswärts“ weiterzubilden:

- Tag der offenen Tür auf der Fohlenweid in Bremgarten (www.fohlenweid.ch)
Die Vorführung von Parelli 3-Stern Instruktor David Zünd und Anlagebetreiber Ruedi Boschung war sehr interessant. Sie zeigten zuerst verschiedene Pferde, welche ihre Jugendzeit auf der Anlage verbracht haben und deren Entwicklung. Anschliessend liessen sie vier Junghengste liberty laufen, wobei man gut das Herdeverhalten und ihr Spiel miteinander beobachten konnte.
Nach einer kurzen Pause gings dann zum Jungpferde-Training: David Zünd startete eine junge Stute, welche den Menschen bis jetzt nur am Boden kannte. Es war spannend zu sehen, wie die Technik von Annäherung und Rückzug funktionierte und wie sein "Timing" war. Nach erfolgreichem „Draufsitzen“ wurde die Stute wieder in die Herde „entlassen“ und David Zünd ritt ein weiteres Jungpferd (mit Sattel), welches auch noch nicht so viele Stunden unter dem Reiter erlebt hatte.
Es war eine schöne Demo, wobei ich wieder einiges beobachten und lernen konnte.
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- Lasso-Kurs
An einem sonnigen Samstag im Oktober nahm ich an einem Roping-Kurs (Lasso werfen) bei Walti Gisler (Europameister im Ranch-Roping – www.roping.ch) teil.
Zuerst lernte ich das richtige Aufnehmen und Sortieren des Ropes in geordneten Wicklungen (Coiles) und die passende Platzierung der Honda (Teil, durch den das Rope läuft und so eine Schlinge bildet).
Nun ging es daran, das Drehen der Schlinge (Loop) über dem Kopf zu üben. Eigentlich sieht es so einfach aus, aber als Anfänger hat man so seine Probleme. (Es kann schon vorkommen, dass man sich selbst fängt oder einen Achter in die Schlinge bekommt.) :-))
Nach einiger Zeit des Übens gelang es dann doch, ein gleichmäßiges, offenes Loop zu drehen. Dies war aber nur der Anfang…
Die nächste Aufgabe: das Ding zu werfen. Dabei soll keine Kraft angewendet werden, sondern der Wurf soll aus dem Schwung der Drehung (ganzer Arm) erfolgen…
Nach mehreren (eher vielen ;-D) „Misswürfen“ ging aber auch dies und ich kannte bereits den ersten Wurf „Overhand“.

Der nächste Wurf, den ich lernte, war ein Wurf, der seitlich gedreht wird (Sidearm). Nun war ich auch in der Lage, ein Ziel von der Seite her zu fangen und zwar von der rechten. Was aber tun, wenn das Ziel von der linken Seite her gefangen werden soll? - Auch kein Problem: Für diesen Zweck wird die Schlinge „einfach“ über der linken Schulter (Offside) gedreht.

Anschliessend konnten wir uns noch an einem Wurf versuchen, bei dem das zu fangende Ziel hinter uns (Backhand) steht. Hierbei wird es erst richtig kompliziert (Schwingen auf andere Seite). Aber da ich ja den ganzen Tag Zeit hatte, stellten sich nach und nach die ersten Erfolge ein.

Zum Schluss lernten wir noch einen Wurf speziell um „scheue“ Pferde einzufangen: Dabei wird ein Loop bereitgelegt und aus einer einzelnen, fliessenden Bewegung heraus geworfen (keine Drehungen).

Fazit nach dem Kurs: Etwas müde (vor allem der Arm :-D) aber glücklich, wieder so einen tollen, spassigen Tag erlebt haben zu dürfen. Nun liegt es an mir zu üben, üben, üben...

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