Freitag, 18. Juni 2010

Einleitung

Da ich nach der obligatorischen Schulzeit nicht wusste, was genau ich machen möchte, habe ich mich für eine kaufmännische Lehre entschieden - gute Grundlage.
Obwohl mir die Arbeit nie richtig Spass machte, habe ich die Lehre sehr gut abgeschlossen. Ein halbes Jahr bin ich anschliessend noch bei der Firma geblieben, danach wollte ich aber etwas Neues erleben.
So war es gerade passend, dass mein Islandpferd eingeritten werden sollte und ich mit ihm zusammen für ein halbes Jahr auf einen Islandpferdehof in Deutschland gehen konnte - Praktikum & Hilfe bei der Ausbildung meiner Stute. Dieses halbe Jahr hat mir echt Spass gemacht und ich war traurig, als es vorbei war.
Da ich aber wieder mal zu festem Einkommen kommen musste, fing ich in einer Bäckerei zu arbeiten an. Bald musste ich aber feststellen, wie sehr mir die Arbeit draussen mit den Pferden (rund um die Uhr) fehlte.
Deshalb habe ich mich dazu entschlossen es wagen und eine Ausbildung zu suchen, wo ich später professionell mit Pferden arbeiten könnte.

So bin ich im Internet auf HETS, die Schule für Natural Horsemanship gestossen (www.horsemanship-schule.ch). Nach ein paar Mails stand fest, dass ich Urs & Liz Heer an der Messe in Friedrichshafen helfen werde, damit wir uns gegenseitig kennen lernen.

Kurzer Pferde-Background
Mit 10 Jahren habe ich auf einem Islandpferdehof angefangen zu reiten. Ich hatte das grosse Glück, dass meine Reitlehrerin auch nach den Prinzipien des natürlichen Horsemanships arbeitete und ich so schon früh Wertvolles über den Umgang mit Pferden lernen und erleben durfte. – siehe auch www.jugendshowgruppe.ch
Das ist wohl auch der Grund, weshalb ich die letzten 10 Jahre fast täglich in jenem Stall verbrachte und mir ein Islandpferd von da gekauft habe.

Da sich in der Pferdewelt aber nicht alles nur um Isis dreht und ich auch gerne noch was anderes kennenlernen möchte, habe ich eben eine „Ausbildung“ gesucht, wo ich viele weitere wertvolle Erfahrungen sammeln und jede Menge dazulernen kann; So, dass ich eines Tages vielleicht Hauptberuflich mit Pferden arbeiten kann.

Aus meinem Tagebuch:
25. – 28. Februar 2010 – Messe „Pferd Bodensee“ in Friedrichshafen:
Nun habe ich den erste „Live“-Kontakt mit Urs & Liz und ein paar spannende und lehrreiche Tage hinter mir.
Ich habe gelernt den HETS-Stand aufzustellen und mit den Kunden ersten Kontakt aufzunehmen. In den Demos von Urs wurde mir den Unterschied von rhythmischem & stetigem Druck verdeutlicht, ich hörte etwas von rechter & linker Hirnhälfte und von Oppositons-Reflex (Pferde als Fluchttiere tun das Gegenteil). Obwohl ich einiges schon einmal gehört hatte, wurde es nochmals verinnerlicht. Am Stand konnte ich die Erfahrung machen, wie dringend einige Leute Hilfe brauchen – die unkompetentesten Leute kaufen Hengste, nur weil sie völlig unrealistische Träume von Black Beauty & Co. haben.

Schliesslich durfte ich Urs sogar auf einen Ausritt begleiten und dabei Zaubi, einen Trakehner-Wallach reiten. Leider musste ich dabei feststellen, was für ein Anfänger ich auf den „Grosspferden“ bin L - da hat man einfach noch ganz andere Kräfte unter sich (als mit einem Islandpferd).

Obwohl ich teilweise recht unsicher war, ob ich das wirklich schaffen kann, habe ich mich nach dem „Schluss-Gespräch“ mit Urs dazu entschlossen, es zu versuchen. Mein Pferd Tara könnte ich mitbringen und ich wäre nicht in einem Vertrag gefangen (unsere Abmachung: Ich kann jederzeit gehen und Urs kann mich jederzeit schicken).

Dies bedeutet, dass sich mein Leben ab April ziemlich verändern wird! Dann beginne ich nämlich meine ca. 2-jährige Ausbildung bei HETS – ganz nach meinem Lebensmotto: Träume nicht dein Leben, lebe deinen Traum!

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