Sonntag, 11. März 2012

Das andere Australien

Australien ist ja ein sehr grosses und vielfältiges Land. Damit ich nicht nur das Outback von Condamine kenne, war ich vor meiner Rückreise noch nach Mooloolaba ans Meer gefahren und habe von dort einen Tagesasusflug auf die grösste Sandinsel der Welt "Fraser Island" unternommen.
Strand von Mooloolaba




Strandpromenade Mooloolaba
Auf Fraser Island bin ich mit einem riesigen 4x4 Laster alles am Strand entlang gefahren.

Da hatte ich das Glück sogar einen echten Dingo zu sehen. Die Dingos leben auf dieser Insel wild und sind hier immer noch sehr ursprünglich. Da es keine anderen Hunde auf der Insel gibt, entstehen keine Vermischungen.
Der Fraser Island 4x4 Laster. Damit kommt man überall durch.


Freilebender Dingo

Die Fahrt alles am Strand entlang.


Eines weiteres Highlight war das Schwimmen im Lake McKenzie. Dies ist ein klarer Süsswassersee, welcher einen PH-Wert von 5 hat. Somit ist das Wasser extrem weich und fühlt sich auf der Haut wunderbar an. Seufz - hier könnte man bleiben :-)).
Lake McKenzie
Bald ging die Fahrt jedoch weiter. Nächster Stopp: Der subtropische Regenwald. Dies ist ebenfalls eine Besonderheit. Denn niergends auf der Welt sonst findet man einen solchen Wald auf einer Sandinsel.
im subtropischen Regenwald



Wieder zurück auf dem Festland ging es am Rainbowbeach entlang zurück. Dabei konnte ich ein unglaubliches Wetterschauspiel beobacheten. Direkt vor uns türmte sich eine riesige Gewitterwolke über dem Meer und darin waren immer wieder Blitze zu sehen. Ein super Spektakel.
Rainbow-Beach

unglaubliche Gewitterwolke
Diese Tour war ein toller Abschluss für meine Australien-Zeit.

Jetzt freue ich mich wieder im Engadin zu sein und noch etwas den Schnee geniessen zu können. :-))


Samstag, 10. März 2012

Mein letzter Monat auf der Ranch

Nachdem die Familie aus den Ferien zurückgekommen war, gab es wieder etwas mehr Leben auf dem Hof. Mein  Tagesablauf blieb jedoch relativ gleich:

Also da kann niemand sagen in hätte nicht gut auf den Garten aufgepasst:
Riesengurke mmhh :-))

Einäugige Delta
Morgens durfte ich Horsemanship machen, wobei ich angefangen hatte Hank und Bella fürs Reiten vorzubereiten: Aufliegen, Passagier-Reiten im Rounpen und Satteln. Nachmittags erledigte ich wieder diverse Farmarbeiten.










Hank erstes Mal wieder mit Sattel
In der letzten Januarwoche wollte sich David dann Zeit nehmen, um mit mir die Pferde anfangen zu reiten. Da es jedoch wieder geregnet hatte und der Boden auf der Farm somit nicht geeignet war, haben wir alle Pferde verladen und sind zu einem Campdrafting-Platz (Reitanlage) ganz in der Nähe gefahren.
Dort war der Boden sehr gut und ein Teil war sogar überdacht. Wir konnten die Pferdeauf der Anlage laufen lassen und sind jeden Tag zum Reiten gekommen.
David hat mich mit Bella, Hank und Georgie geteached und gleichzeitig drei "seiner" Pferde wieder angefangen zu Reiten.
Diese Woche war für mich sehr interessant. Einerseits lernte ich einiges von Davids Teaching und andererseits konnte ich sehr viel beobachten, wenn ich ihm nur zusah.


"Mein" Cattle-Partner

Ende Woche nahmen wir die Pferde schliesslich wieder nach Hause und ich konnte auf der Farm weiterreiten.














Mitte Februar war dann soweit: Ich durfte einmal ein echtes Cowgirl sein. David, Vivian und ich trieben zu Pferd eine Cattle-Herde von der Weide zur Farm. Ich ritt Hank, der zwar inzwischen gut zu reiten, jedoch immer noch ein "Jungpferd" war. Gar nicht so einfach :-)). Auch David ritt ein "grünes" Pferd und Vivian sass das erste Mal seit langem wieder im Sattel. So dauerte es etwas, bis wir uns eingespielt hatten und ich gelernt hatte, wie man Cattles bewegegt.
Schlussendlich hatten wir dann aber doch alle Cattles im Padock auf der Farm. :-)

Jetzt ging es darum die Cattles zu wiegen und nach Gewicht zu sortieren - eine ziemlich aufregende Sache. Dafür mussten die Cattles durch einen langen Cattle-Gang gehen und dann einzeln kurz in einem "Stand" still stehen. Da merkte ich richtig, wie wild diese Tiere eigentlich waren und wie viel Kraft wirklich in ihnen steckt. Das Eine oder Andere versuchte vorwärts und rückwärts aus dem Ständer zu drücken. Wenn David dann den Stand öffnete, schoss eine geballte Ladung wildes Tier heraus. Da war es besser, wenn man sich hütete im Weg zu stehen :-)).

Cattle-Gang
Nachdem alle Cattles durch waren, stand fest, dass sieben Tiere genug Gewicht erreicht hatten und David sie am nächsten Morgen zum Feedlot (Schlachtbetrieb) bringen würde. Den Rest würden wir auf eine andere Weide treiben.

Der nächste Morgen kam und ?? - alle Cattles waren wieder zusammen. Irgendwie haben die wahrscheindlich so am Tor gekratzt und gedrückt, dass es auf ging. Jedenfalls standen jetzt alle wieder friedlich miteinander im grossen Padock. David entschied also nochmals alle Tiere auf die Weide zu lassen und in ca. zwei Woche wieder rein zu holen - dann sollten mehrere Tiere das Gewicht erreicht haben und der Transport würde sich mehr lohnen.

David beim Wiegen
 So sattelten wir also wieder unsere treuen Partner und trieben die Cattles auf eine neue Weide. Dieses Mal kalppte es schon etwas besser mit dem Cowgirl sein. :-))

Da sich in der Schweiz die Möglichkeit von verschiedenen Horsemanship-Projekten breits im März ergab und ich gerne vor Kanada im Mai,etwas länger Zuhause wäre, habe ich mich entschlossen, Australien einen Monat früher zu verlassen.






Herzlichen Dank an David Grace und seine Familie für die lehrreiche Zeit in Downunder! Und vielen Dank auch an Hank, Bella, Georgie, Delta und Digger, die mich in meinem Horsemanship wieder einen kleinen Schritt weitergeführt haben!

Dienstag, 17. Januar 2012

Lost in Australia

Nein, nein, ganz verloren bin ich nicht. :-)
Die Familie Grace ist jedoch für eine Woche in die Ferien gefahren und so bin ich alleine auf der Farm.
Naja nicht ganz - Rex, der Hofhund ist mein treuer, neuer Freund und Begleiter.
Ausserdem sind hier immer noch die 10 Pferde, 2 Katzen, 8 Hühner und ca. 50 Cattles.

Morgens also develope Horsemanship, nachmittags Farmwomanship :-) = Wippelsnip, Putzen, Mineralien zu den Cattles bringen, Hühner füttern, usw.

Hier ein paar Bilder dazu:








Schöne Aussicht beim Putzen :-)


Ach ja und Fitness: Joggen bei wunderschönen Abendsonne :-)




Dienstag, 3. Januar 2012

News

Momentan sehen meine Tage ungefähr so aus:
Morgens zuerst Pferdefutter zubereiten und in den Einzelpaddocks verteilen. Dann Pferde von der Weide/Paddock in die Einzelpadocks führen.
Pferde fressen lassen - ich ebenfalls frühstücken :-)

Danach darf ich den ganzen Morgen Horsemanship machen. Meine jetzigen zwei Spielpartner und Lehrer sind Hank und Bella. Beide wurden angeritten und hatten danach eine lange Pause. Somit extrem spannend für mich.
Hank
















Nach dem Spielen werden die Pferde dann wieder auf die Weide gelassen und wir gehen zum Mittagessen.

Nachmittags helfe ich auf der Farm. Ich durfte lernen Wipelsnipen = Handrasenmäher und auch Mähen mit einem grösseren Mäher, auf welchem man sitzt und herumfährt :-)
Ich auf dem Mäher



Ausserdem füttere ich noch immer die Hühner und wässere und pflege "meine" gesetzten Blumen.












Auch hat David ein Jungpferd zum Starten gekriegt, wobei ich schon spannende Session zuschauen konnte.
Hier noch ein Foto, wie man in Australien an Weihnachte gekleidet sein kann.


... und mit meinem neuen Cowgirlhut, einem Weihanchtsgeschenk der Grace's


Mittwoch, 21. Dezember 2011

Nach einiger Zeit

So, Zeit mal wieder von Downuner zu berichten.
Also diese Hitze, von der mich alle warten, ist bis jetzt ausgeblieben. :-) Es ist jedoch schon ziemlich warm geworden und zum Glück im Moment trocken.

So konnte ich einiges in Sache Horsemanship erleben:
Ich durfte mit verschieden Pferden spielen und lernte wieder ganz verschieden Charaktere kennen. - Pferde sind doch immer spannend und lernen einem viel.













 

















Während des letzten Weekends waren zwei von David's Kursstudenten da und hatten ein paar Lektionen. Dabei durfte ich mitreiten und von David's Coaching profitieren. Auch machten wir einen schönen langen Ausritt (Zaunkontrolle um David's Land) mit ein bisschen Cattle Drive inklusiv.
Da muss ich ja nicht schreiben, dass es grossen Spass gemacht hat.














Beim Working-Teil von meinen Working-Student Deal, habe ich auch einen ganz tollen Job gekriegt: Für ein paar Tage, durfte ich zu einem Kälbchen schauen und es mit der Flasche füttern, da die Besitzer in die Ferien gegangen sind.

Aussderm habe ich inzwischen neue Freunde: Die Hühner freuen sich, wenn ich komme und sie füttere. :-)

 


Nur mit diesen Moskitos bin ich noch nicht ganz auf einer Linie: Sie lieben mich, ich ha... sie. Tja, da hilft nur jede Menge Anit-Spray.





Hier noch etwas zur aktuellen Zeit: Das sind die wunderschönen Sommer-Sonneruntergänge hier und gleichzeitig der Grace's Christmas Tree.

!Merry Christmas!




Mittwoch, 7. Dezember 2011

Angekommen

Ich habe es also tatsächlich geschafft. Mit meinen 31kg Gepäck (Sattel & Equipment) und meinem 7kg Handgespäck (aufs Minimum reduzierte Kleider) bin ich in Downunder angekommen. Ich habe sogar zur richtigen "Farm" gefunen: Eine "kleine" Cattle Property von David Grace 4* Parelli Instruktor und seiner Familie.















Hier werde ich die nächsten vier Monate verbringen und hoffentlich viel von David's Horsemanship profitieren.

Ein bisschen "Zigeunerin" werde ich aber bleiben, ich darf nämlich wieder in einem Wohnwagen wohnen. :-)













Leider begann es bald nach meiner Ankunft zu regnen - obwohl es ja in Australien eigentlich nie regnet - und so habe ich eine gemütliche Eingewöhnungs- / Ferienzeit.
Ich erkundete das Anwesen und schaute Horsemanship DVD's.


Landschaft direkt vor der "Haustür"















v.L.: Wohnhaus, Büro/Garagengebäude, my home, Sattelschopf

Horsemanship-Infrastruktor: 2 Rounpens, Einzelpadocks & ein Reitplatz


Sattel-Schopf
Pferdeherde bestehend aus Quarter Horse, Stock Horse und Mischungen aus den beiden, 10 Stück

Doch schon heute, am dritten Tag, hatte ich genug von der Faulenzerei. So half ich David's Frau Vivian morgens in der Küche. Wir backten Kuchen, kochten und ich machte den Abwasch. Nachmittags durfte ich 20 Pflänzchen pflanzen. :-) Wer hätte das gedacht, Ilena im Garten...
Zum Abschluss half ich dann der jüngeren Tochter Bec die einzige Milchkuh zu füttern und die Eier bei den Hühnern einsammeln.
Es hat gut getan, wenigstens etwas weniges zu tun :-)

Bec's Milchkuh

my Work :-) - 20 Pflänzchen



 Zum Glück scheint das Wetter nun wieder gut zu werden, so dass wir hoffentlich bald zur richtigen Farmwork und Horsemanship übergehen können.




Und nur um zu beweisen, dass ich wirklich in Australien bin:

Das ist der WC-Wachhund in der Nacht







Und das der Wachhund des Büros :-)